Michael Majerski


Michael Majerski ist Filmregisseur und Filmautor.
Lernte u.a. bei Krzysztof Kieslowski, Andrzej Tarkowski und Luc Bondy. Lehrte an der bekannten Filmhochschule in Lodz/Łódź
In Deutschland arbeitete er für den NDR und das ZDF. Seit 2005 dreht er mit großem Erfolg klassische Dokumentarfilme mit dem Schwerpunkt „deutsch-polnische Problematik in den ehemals deutschen Gebieten in Polen“. Er lebt in Berlin.

Zu Michael Majerski:
Michael Majerski, 1948 in Polanica Zdrój/Bad Altheide (Schlesien) geboren, emigriert 1978 mit seiner Familie nach Deutschland. Durch seine Mutter, eine in Schlesien gebürtige Deutsche, erhält die deutsche Staatsbürgerschaft und den Status eines „Spätaussiedlers“. Sein Vater ist Pole. In Deutschland angekommen, durchläuft die Familie verschiedene Durchgangslager für Aussiedler. Diese Umbruchphase erweist sich für ihn als eine seiner wichtigsten Lebenserfahrungen. „Damals habe ich die deutsche Geschichte neu erfahren, viele Schicksalsschläge, aber auch zahlreiche Erfolge der Einwanderer aus nächster Nähe gesehen und miterlebt“, berichtet Majerski heute. Durch seine Ausbildung an der bekannter Filmhochschule in Łódź, wo er anschließend auch unterrichtet hat, konnte er sich in Deutschland beruflich und sozial schnell integrieren. Inzwischen fühlt er sich vor allem in Berlin zu Hause, bekennt sich aber als Schlesier bzw. Oberschlesier. Dort ist er aufgewachsen, dort hat er in der Nachkriegszeit mit polnischen, deutschen und russischen Kindern auf dem Hof in Gleiwitz gespielt. Den Protagonisten seiner Filme fühlt er sich auf besondere Weise verbunden und Empathie ist für ihn eine wesentliche Voraussetzung einen Film zu drehen.